Definition der Mauerwerksverfestigung nach dem Everisol-Verfahren:

Unter Mauerwerksverfestigung versteht man die statische Verbesserung und Sicherung eines Mauerwerks. Insbesondere bei unzureichend verankerten oder vom Abgang gefährdeten zweischaligen Mauerwerken ist eine Verfestigung erforderlich.

Dieses Verfahren dient in erster Linie zur Wiederherstellung beziehungsweise Verbesserung der statischen Belastbarkeit von altem porösen Mauerwerk aber auch zum Beispiel zur Verbesserung der Statik bei Aufstockungen oder Dachgeschossaufbauten. 

Einsatzbereich:

  • Ausfüllen von Mauerwerkshohlräumen und Rissen im Mauerwerk durch Verklebung.
  • Nachträgliche Verfestigung von zweischaligem Mauerwerk.
  • Energetische Ertüchtigung von Gebäuden mit zweischaligen Mauerwerk (Bemessungswert zur Wärmeberechnung)
  • Rettung der Bausubstanz bei historischen oder denkmalgeschützten Gebäuden ohne Abriss der Vormauerschale.

Grundsätzlich sollte die Bewertung des Mauerwerkes im Vorfeld und im Zusammenwirken mit einem Statiker erfolgen.

Applikation:

Vor Anwendungen der Everisol-Verfestigung sind die Mauerwerkshohlräume auf Fremdkörper, Mörtelreste sowie Sediment, Staub und Schuttablagerungen in der Fußsohle zu untersuchen.

Sediment-Ansammlungen in der Fußsohle sind nach Ausbau einzelner Steine, wenn möglich händig zu entfernen.

Die Fassade ist vor Injektion mit dem Everisol-Nebel-Generator unter Nebel zu setzen, um vorhandene Risse und Undichtigkeiten aufzuspüren.

Nach Abschluss dieser Vorarbeiten erfolgt die Injektion der Everisol-Mauerwerksverfestigungsmasse über Bohrlöcher in der Kreuzfuge des Mauerwerkes. Der Bohrabstand sowie der Bohrdurchmesser sind ab jetzt spezifisch variabel. Je nach Luftschichtstärke beträgt der Bohrdurchmesser 10 - 14 mm und der Bohrlochabstand 0,4 - 1,2  m².
Die Fassade wird sukzessive schichtweise von unten nach oben durch Fluten verfüllt. Die tranchen-weise eingebrachte Masse steigt nach circa 30 Sekunden zu einer geschmeidigen und stark klebrigen Konsistenz auf. Nach Abschluss dieses Prozesses härtet das Material aus. Bereits nach wenigen Minuten erreicht die Verfestigungsmasse eine zuverlässige Verklebung der Innenwandschale mit der Außenwandschale.

Nach Injektion und Verfestigung werden die Bohrlöcher gereinigt und mit Mauerwerksmörtel verschlossen.

Material und Eigenschaften:

Zur Mauerwerksverfestigung setzen wir einen eigens entwickelten Polyurethan-Spezialschaum ein.
Das Material zeichnet sich besonders dadurch aus, dass bei der Entstehung kein schädlicher statischer Druck entsteht.

Zudem hat das Material ausgezeichnete Dämmeigenschaften. Das Material ist geschlossenzellig wasserdicht.

Zugleich ist das Material dampfdiffusionsfähig, agiert aber je nach Schichtstärke leicht dampfbremsend.

Technische Daten:

Polyurethanschaum

(PUR-Schaum) Herstellung nach DIN 18159

Zugfestigkeit / Klebkraft

0,2 Newton pro mm²

Rotdichte

~ 55 kg/m³

Brandklasse

B2 nach DIN 4102

Dämmwerte

0,027 W/(m*K), Bemessungswert

0,021 W/(m*K), Messwert 

nach DIN EN 12667 bzw. DIN EN 12939

Materialverbrauch und Kosten:

Der Materialverbrauch richtet sich nach Objektbeschaffenheit, Hohlraumvolumen, Temperatur, sowie Zustand und Fugentiefe der Mauerwerksschalen. 

Ein objektspezifisches Angebot unterbreiten wir Ihnen gern.

Wirkungsweise:

Das Everisol-Mauerwerksverfestigung-System verfestigt zuverlässig die Mauerwerksschalen miteinander.

Zugleich übernimmt das Material die Funktion einer zuverlässigen Kerndämmung. Durch die energetische Ertüchtigung der Konstruktion wird Schimmelbildung im Innenbereich vorgebeugt.

Und so funktioniert´s!

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